Donnerstag, 8. Juli 2010

Stipendien

Jedes Jahr vergibt die LUH mehrere hundert Stipendien über 1000 Euro. Dieses Jahr wird auch erstmals ein Stipendium für einen Förderer der Historiker vergeben: die Schaumburger Landschaft hat 1000 Euro zur Verfügung gestellt, die Studierende unterstützen wollen, welche sich speziell mit Schaumburger Geschichte auseinander setzen. Wer sich bewirbt, sollte sich auch bei KH Schneider melden, auf jeden Fall aber auch offiziell. Siehe hier:
http://www.uni-hannover.de/de/studium/stipendien/stipendienvergabe/


Zur Verödung des flachen Landes

Als wir im letzten Jahr uns mit Scheunenvierteln in Niedersachsen beschäftigten, ging es uns um die Geschichte dieser "Viertel". Für alle anderen ging es um etwas anderes, nämlich um die Frage, wie es gelingen kann, diese Gebäude längerfristig zu sichern. Die gefundene Antwort entspricht etwa der, die in einem FAZ-Interview Birgit Franz, Architekturprofessorin aus Hildesheim, gibt: "sanfter Tourismus", d.h. man will im wesentlichen Besucher aus der Region ermuntern, an Wochenenden zu speziellen Veranstaltungen diese Objekte zu besuchen. Wenn sie allerdings schreibt, dass auf Geld nicht zu hoffen ist, dann trifft das auf die Scheunenviertel nicht zu. Der "ländliche Raum" bekommt Zuschüsse, seit vielen Jahren und weiterhin. Ohne teilweise enormes ehrenamtliches Engagement ginge das auch nicht, aber die würden auch scheitern, gäbe es da nicht immer wieder Zuschüsse.
Dennoch bleiben bei mir Zweifel. Sie beziehen sich darauf, dass auf dem flachen Land aus Orten der Produktion solche der Konsumtion geworden sind. Was viele inzwischen erfolgreich verdrängt haben, ist die schlichte Tatsache, dass der "ländliche Raum" ohne massive Transferleistungen völlig anders aussehen würde. Wer dann ehrlich ist, wie auch die Kollegin Franz, landet schnell bei dem W-Wort: Wüstungen. Wenn sie aber schreibt, Wüstungen habe es auch schon früher gegeben, so muss das konkretisiert werden, denn in historischer Zeit praktisch nur im Mittelalter, insbesondere im Rahmen der hochmittelalterlichen Agrarkrise.

Wüstungen verweisen auf tiefe gesellschaftliche Veränderungsprozesse. Diese erfassen seit dem Zweiten Weltkrieg praktisch alle Industrieregionen. Die faktisch einzige Antwort, die darauf gefunden wurde, war die massive Subventionierung der Landwirtschaft und der ländlichen Gebiete. Geändert, wenn man darunter das weitgehende Verschwinden der Landwirtschaft aus dem gesellschaftlichen Leben, zugleich auch vieler anderer ökonomischer Aktivitäten, die Auflösung der Infrastruktur (die oft erst im Kaiserreich nach 1870 entstanden war) und die fast komplette Nutzung der Dörfer als Schlafsiedlungen sieht, hat das nichts. Nur wenige Regionen wie das Oldenburger Münsterland oder das Emsland haben noch eine tragfähige agrarische Komponente, andere, stadtferne Regionen (und die fangen offenbar selbst in Orten wie Liebenau, nicht einmal eine Autostunde von Hannover und in Nachbarschaft zu Hannover, an, eignen sich selbst als Wohnort immer weniger. Bemerkenswert an dieser Situation ist, wie sehr immer und immer wieder versucht wird, das vermeintlich historische Dorf zu retten. Während dafür in den letzten Jahrzehnten nicht unerhebliche Mittel bereit standen, wird jetzt gerade entdeckt, dass das flache Land immer noch unzureichend mit Breitband-Anschlüssen für das Internet verbunden ist! Anstatt aber in dieser Versorgung nicht nur ein Grundrecht zu sehen, sondern auch eine notwendige Grundlage für praktisch alle gesellschaftlichen und ökonomischen Aktivitäten, wird daraus ein - Wettbewerb!

Montag, 5. Juli 2010

Schneider

Archivalia verlinkt auf meinen Bericht über die Anfänge der EDV-Nutzung am Historischen Seminar (was nicht so richtig stimmt, denn Clemens Dillmann war für die Anfänge verantwortlich).

Mittwoch, 30. Juni 2010

Zur Erinnerung: Reichspräsidentenwahl 1925

Wikipedia-Artikel zur Reichspräsidentenwahl 1925.

Dienstag, 29. Juni 2010

Revolution 1848 in Bayern

Verweis auf das 1998 erschienene Buch von Hermann Reiter über die Revolution 1848 in Bayern, dort auch Link zu einer pdf-Version der Quellenedition von Reiter.
Hinweis stammt von Klaus Graf.

Montag, 28. Juni 2010

Medien und Geschichte

Das ist doch mal eine interessante Website!

Sonntag, 27. Juni 2010

Über Heimatgefühle

In der Wochenendausgabe der Berliner Zeitung ein schöner Artikel über Heimatgefühle von Gunda Wöbken-Ekert.

Sonntag, 20. Juni 2010

Backups und Extensions

Jeder, der eine längere Arbeit schreibt (und eine wichtige!), sollte sich vorher ausreichend Gedanken über hinreichende Backup-Funktionen machen. Das, was OpenOffice oder MS Word regulär anbieten, ist erschreckend wenig, weil nur jeweils eine ältere Datei durch eine neuere überschrieben wird - zweimal eine defekte Datei gespeichert und schon ist alles weg! Während bei OO immerhin noch die Backups in einem separaten Verzeichnis gespeichert werden können, geschieht dies bei Word sogar nur im selben Verzeichnis wie das Original. Zu allem Überfluß muss selbst diese bescheidene Funktion noch separat in den Optionen angewählt werden. Für OO gibt es aber immerhin zwei Extensions speziell für Schreiber, die unterschiedliche Optionen bieten, jedoch auch jeweils spezielle Backup-Funktionen. Der Unterschied zu den eingebauten: Es wird ein mit einem genauen Datum versehene Datei erstellt, die auf auch auf externen Laufwerken gespeichert werden kann und nicht überschrieben wird! Damit kann der Nutzer auch alte Arbeitsstände sicher wieder rekonstruieren. Writer's Tool bietet daneben u.a. noch eine Datenbank, in der Notizen und Aufgaben eingetragen werden können. Eine Synchronisierung mit Dropbox ist möglich, wenn die Datenbank in ein Dropbox-Verzeichnis gelegt wird. Eine Alternative ist das deutsche "AuthorSupportTool" von der Uni Bremen, das u.a. auch noch ein Tool für die Erstellung einer ordentlichen Formatvorlage anbietet.
In der neuesten c't wird nun auch eine Erweiterung unter dem sinnigen Titel "Writer Tool" angeboten, das allerdings keine Backup-Funktionen enthält, dafür wieder ein paar andere nette Funktionen wie das einfachere Einfügen von Seitenzahlen. Letzteres bietet aber auch die Erweiterung pager. Alle drei Erweiterungen haben den Nachteil, dass sie lange Namen haben und mit diesen sich auch in der Menüleiste breit machen.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Hitler in Indien

Über Hitlers Darstellung in einem geplanten indischen Film berichtet der Blog Geschichts-Plus.

Suche

 

Aktuelle Beiträge

Zurück
Fast ich hätte ich diesen Blog vergessen. Er stammt...
KHSchneider - 17. Mai, 14:39
Dorf und Kleinbahn
Am 4. November fand in Wietze im Deutschen Erdölmuseum...
KHSchneider - 6. Nov, 11:36
Es passiert doch einiges
Hier ist es in den letzten Monaten sehr, sehr ruhig...
KHSchneider - 20. Mai, 20:10
Blog Befreiung 1945
Nach einiger Zeit der Ruhe beginnt hier vielleicht...
KHSchneider - 4. Mär, 17:01
Das "verschwundene" Jahrhundert
Mein Kollege Carl-Hans Hauptmeyer hat in der hannoverschen...
KHSchneider - 17. Sep, 18:13

Archiv

Juni 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 
 
 
 
 

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Web Counter-Modul


Berlin
Dorf
Geschichte
Hannover
Hochschule
Krieg
Medien
Migration
Minden 1759
Museen
Region
Ressourcen
Revolution 1848
Schaumburg
Software
Stadtplanung
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren