Schaumburg

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Tod dem Tagungsband

Die Idee klingt ja nicht schlecht, aber irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass bei Historikern die Dinge anders gesehen werden, würde doch ein solches Verfahren die eigene Bedeutung in einem anderen Licht erscheinen lassen.

Dienstag, 20. Oktober 2009

Miss Schaumburg

Claus mich darauf aufmerksam gemacht und ich habe lange überlegt, aber es ist so schräg, dass es vielleicht den Feierabend verschönt, die Wahl zur Miss Schaumburg.

Donnerstag, 12. März 2009

Schaumburg und die Literatur

Ich bin gebürtiger Schaumburg-Lippe und hänge diesem längst vergangenen Kleinstaat immer noch an, was sich - teilweise - auch auf den Nachfolger, den Landkreis Schaumburg, übertragen hat. Deshalb war es schön, heute morgen im ZEIT Magazin zu lesen, dass kein Landkreis in Deutschland mehr Preisgelder für Literatur vergibt als der Landkreis Schaumburg, nämlich 11.500 Euro pro Jahr (wirklich: pro Jahr und nicht pro 100 Einwohner oder so). Die benachbarte Landeshauptstadt Hannover (in der ich gerade lebe) ist da bescheidener, dort sind es nur 10.000 Euro, im benachbarten Braunschweig immerhin 15.750 und in Osnabrück sogar 20.000, das sind erstaunliche 5.000 Euro mehr als in - Berlin. Kulturhauptstadt hatte ich mir anders vorgestellt. Das ist - mit weitem Abstand - Frankfurt mit fast 91.000 Euro. 

Mittwoch, 21. Januar 2009

Kartenkuriosität

In dem schönen digitalen Bestand des Digitalen Archivs Marburg befindet sich auch eine Karte der Grafschaft Schaumburg von 1787, die nach dem Einmarsch der hessischen Truppen in Schaumburg-Lippe angefertigt wurde. Die Karte sollte dokumentieren, dass die bisher nur in Lehnsabhängigkeit zu Hessen gestandene Grafschaft Schaumburg-Lippe nun mit dem hessischen Anteil der Grafschaft vereinigt worden war. Diese Aneignung Schaumburg-Lippes ließ sich aber nicht lange gegen den Widerstand Hannovers und Preußens aufrechterhalten und die hessischen Truppen mußten sich bald zurück ziehen. Ganz Schaumburg-Lippe hatten sie ohnehin nicht besetzt, da der Wilhelmstein ihnen widerstanden hatte.
Die im Netz befindliche Karte ist voller Merkwürdigkeiten. Eigentlich stimmt kaum etwas. Schloß und Festung Bückeburg sind verschwunden, dort findet sich nur die Bezeichnung "Amt Bückeburg", auch die Stadt Stadthagen wurde in ein Amt verwandelt (das es wie das Amt Bückeburg natürlich auch gab), völlig abstrus ist zudem die Darstellung des "Steinhuder Sees", an dessen Südufer und nicht - wie bis zur Gebiets- und Verwaltungsreform des 20. Jahrhunderts - am Nordufer die schaumburg-lippische Grenzlinie verlief. Wer so nachlässig mit erobertem Gebiet umging, hatte es auch nicht verdient, dieses längere Zeit zu besitzen ...
Wer übrigens eine sehr realistische Karte des Sees (bzw. Meers) sucht, wird auch in DigAM fündig, denn dort findet sich eine Karte von 1770.

Mittwoch, 3. September 2008

Schaumburg-Lippe und seine Prinzen

Das kommt davon, wenn man Archivalia ein paar Tage aus den Augen läßt, jetzt hätte ich doch beinahe diese spannende Geschichte über ein interessantes Buch und die Debatten darum vergessen. "Vier Prinzen zu Schaumburg-Lippe" von Alexander vom Hofe. Kommentieren möchte ich das nicht. Das "Hausarchiv" habe ich übrigens nie benutzt, weil ich das "Hochfürstliche Durchlaucht", welches im Anschreiben an die Hofkammer verlangt wurde, ersparen wollte.

Freitag, 29. Juni 2007

Fürstenwürstchen

Die HAZ (für Nicht-Hannoveraner, soll es ja geben: die Hannoversche Allgemeine Zeitung) berichtet heute (29.6.2007 auf S.7; wer über Google sucht, wird wohl keinen Eintrag finden) über Fürstenwürstchen. Ehrlich, in Bückeburg kann man es besichtigen und die Zeitung liefert auch ein Bild davon. Im Doppelpack, weitgehend hellhäutig, mit einigen verbrannten Stellen, sieht nicht appetitlich aus, ist aber Geschmackssache. Sie fühlen sich veralbert? Nein, wirklich, es gibt das Würstchen wirklich und da wir in uns in der tiefsten Bückeburger Provinz befinden, gibt es sogar einen Fürsten zum Fürstenwürstchen. In der Zeitung gibt es auch ein Bild dieses Herrn inmitten seiner zwergenhaft wirkenden Untertanen. Bückeburg eben.

Jetzt denken alle wieder: Untertanengeist, nicht auszurotten! Dabei waren die Schaumburg-Lipper mal aufrechte Demokraten, die bis zum März 1933 der Demokratie treu verbunden waren (sie waren es nicht, die am 15. Januar 1933 Hitler in einer Landtagswahl gewählt haben, das waren die Lippe-Detmolder!). Na gut, die Bückeburger selbst hielten es schon damals eher mit anderen Herrschaften, aber die Bergleute und Glasmacher in Nienstädt oder Sülbeck, in Stadthagen oder Hespe blieben ihrer SPD (und zuweilen auch der KPD) bis zum bitteren Ende treu verbunden. An dieses sollte gerade in Zeiten wie diesen auch mal erinnert werden.




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