Montag, 28. September 2009

Große Koalition?

Bis gestern wurde immer noch so getan, als hätte es die Chance einer "Großen Koalition" gegeben. Was dabei völlig vergessen wurde, war, dass es derzeit gar keine "Großen Koalitionen" mehr geben kann. 1966 vereinten SPD, CDU und CSU fast 90 % der Stimmen auf sich, nur die FDP, die 1965 9,5 % erreicht hatte, blieb in der Opposition. Und heute? Selbst wenn SPD und CDU/CSU koalieren würden (wonach derzeit wenig aussieht), wären sie zusammen unter 60 % der Stimmen geblieben. "Groß" ist was anderes.

Samstag, 26. September 2009

Stadtbilder

Im Historischen Museum Hannover gibt es derzeit eine schöne (und dies "schön" enthält einen Hauch von Ironie) Ausstellung über die Zeit zwischen 1870-1900 unter dem Titel "Stadtbilder" zu sehen. Fast altertümlich wirkende Bilder zeigen in Wirklichkeit eine Stadt voller Widersprüche und dynamischer Entwicklung. Die Ausstellung findet ihre Zuschauer, zu reizvoll ist der Blick in diese ferne Stadt, zeigt sie doch die dramatischen Entwicklungen einer deutschen Stadt innerhalb eines Jahrhunderts, die das Erscheinungsbild dieser Stadt fast bis zur Unkenntlichkeit verändert hat. Bei aller Freude über die Ausstellung bleiben Irritationen. Warum nur sind die meisten Bilder nur so klein geblieben? Warum hatten die Ausstellungsmacher nicht den Mut, den Besucher wirklich mit dieser Stadt zu konfrontieren? Doch es gibt noch einen hübschen Katalog der Ausstellung. Die Vorfreude auf die Bilder dieses Bandes wird aber schnell getrübt, hier haben sich Designer ausgetobt: statt vieler Bilder gibt es viele weiße und farbige Leerflächen und schlimmer noch: doppelte Bilder! Die Designer haben es sich nicht nehmen lassen, auf jeder rechten Seite ein kleines Kapitel zu beginnen, das dann zwei Bilder aufweist: ein kleines links im Text und ein großes rechts am Rand. Da das rechte Bild ein Hochformat aufweist, wurden querformatige Vorlagen einfach querstehend gedruckt. Aber mehr noch: Beide Bilder auf der Seite weisen dasselbe Motiv auf, nur einmal klein und einmal groß, toll! Der Grund: es handelt sich um Postkarten. Deshalb ist die Rückseite auch frei gehalten.
Die Hoffnung auf einen schönen Bildband bleibt also erst mal unerfüllt und die Website kann auch nicht trösten. Sie bietet noch kleinere Bildchen. Bitte, liebe Kollegen und Kolleginnen aus dem Historischen Museum: Gebt uns Bilderfreunden endlich eine Chance und zeigt uns wirklich Bilder und nicht nur Thumbnails.


Mittwoch, 16. September 2009

Und wieder mal Netbooks für Studierende

Diesmal ist es die Uni Paderborn, die Netbooks an Erstsemester verteilt.

Mittwoch, 9. September 2009

Nach dem Beamer

Die Situation ist ja etwas verfahren: was machen wir jetzt, wo alle Seminarräume Beamer haben? Dies könnte die Antwort sein.

Sonntag, 30. August 2009

Lieber genauer lesen, finde ich!

Nando Stöcklin hat in einem Blogbeitrag darauf hingewiesen, dass die Wikipedia eine andere Funktion hat als Forschung, nämlich als Zielgruppe die allgemeine Öffentlichkeit hat, weshalb sie "primär" ein Dienst für die Öffentlichkeit, nicht für die Forschung ist. Das leuchtet auch ein, die Wikipedia kann derzeit keine Forschungsprozesse abbilden, sondern nur deren Ergebnisse referieren. Das klappt manchmal sehr gut, manchmal weniger gut. Weshalb Klaus Graf daraus gleich "dummes Zeug" machen muss, ist mir unverständlich. Zur Wissenschaft gehört auch das Anerkennen anderer Meinungen und Positionen. Das Ganze ist übrigens durch eine Sendung von Peter Haber ausgelöst worden. Worauf Stöcklin übrigens verweist, ist die Tatsache, dass die Wikipedia eine Enzyklopädie sein will, d.h. hier sollen Forschungsergebnisse wiedergegeben werden. Dass damit auch das "Strukturieren" von Informationen gemeint ist, wie Graf gegenüber Stöcklin einwendet, hat dieser gar nicht in Frage gestellt. Aber Wissenschaft ist nicht nur "Theoriefindung" oder "Strukturieren" von Informationen, wie Graf in seinem Blogbeitrag anmahnt, sondern auch Erkenntnisgewinn durch Forschung. Das kann aber eine meines Erachtens eine Enzyklopädie im engeren Sinn kaum leisten.

Mittwoch, 26. August 2009

Der König stinkt.

WDR Zeitzeichen.

Samstag, 22. August 2009

Hannover war kein Einzelfall

Korrupte Professoren (sind das eigentlich alles nur Männer?) sind offenbar kein Einzelfall in Deutschland, wenn man die neuesten Schlagzeilen liest, wie etwa im Spiegel.

Freitag, 21. August 2009

Neue Wege: Pagehand für Mac OS

In der Windows-Welt ist das Angebot an Textverarbeitungen sehr überschaubar: da gibt es MS Word und OpenOffice. Alternativen sind fast vergessen wie WordPro, WordPerfect oder gar Abiword. Neuerdings versucht es Lotus mit einem auf OpenOffice basierenden Symphony. Dann gibt es noch die Außenseiter wie das funktionale Textmaker oder das eher innovative, aber mittlerweile auch sehr komplexe Papyrus. Bis auf Papyrus gibt es aber kein Programm, bei dem man das Gefühl hat, es würden neue Wege beschritten.
Unter dem Mac sieht die Sache etwas anders, hier ist die Dominanz von MS Word nicht so eindeutig und es werden kreative Programme angeboten wie Pages, Mellel oder auch Nisus. Dazu kommen reine, schnelle Editoren wie Beans. Ich möchte hier kurz ein Programm vorstellen, welches recht neu auf dem Markt ist und durch einige Besonderheiten auffällt, es heißt „Pagehand“. Zunächst fällt die Geschwindigkeit auf: Es startet in kürzester Zeit. Dann fällt der sehr „aufgeräumte“ Bildschirm auf. Oben gibt es nur eine Iconleiste mit dezent gestalteten Icons, die aber nur einen kleinen Teil der Leiste einnehmen. Es stehen nur sehr wenige zur Verfügung. Darunter gibt es eine Tableiste, in der mehrere Dokumente angezeigt und schnell aufgerufen werden können und darunter ein Lineal. Dann befindet sich Links eine Liste, die zwei Gruppen von Informationen bereit hält: Absatzinformatonen und Zeicheninformationen. Alles wichtige ist dabei: Abstand, Ausrichtung, Einzüge, Tabs, Bullets und Nummern. Diese Informationen können jeweils Absatzvorlagen schnell und einfach zugewiesen werden. Für die Definitionen von Vorlagen (Styles) steht auch noch ein Editor zur Verfügung. Das Programm ist stark auf die Erstellung von typographisch gelungenen Texten ausgelegt und wird noch in der Richtung weiter ausgebaut werden. So gibt es nicht nur in den Einstellungen die Möglichkeit, spezielle Fontkategorien zu bilden, sondern auf der Website gibt es eine Einführung in typographisch korrekte Schreibweisen.
Pfiffig ist die Verwandlung der Menüleiste: werden neue Abschnitten eingefügt, wird statt der Icons eine neue Menüleiste mit allen notwendigen Informationen angezeigt.
Im Gegensatz zur etablierten Konkurrenz sieht das alles etwas anders aus, ist aber vor allem nicht überladen mit Icons, Ribbons oder sonstigem Zeug. Für den Kontakt mit der „Außenwelt“ stellt das Programm ein weiteres Feature zur Verfügung, es erzeugt Hybrid-Pdf-Dateien, also solche, die einerseits normal als pdfs-geöffnet, vom Programm aber weiter bearbeitet werden können. Bislang bietet meines Wissens nur Papyrus diese Lösung.
Das Programm ist noch neu auf dem Markt und es fehlen, gerade für das wissenschaftliche Arbeiten einige Features, speziell Fuß- und Endnoten oder Inhalts- und andere Verzeichnisse. Beides soll in den nächsten Versionen (die aktuelle ist die Version 1.05) noch kommen. Außerdem fehlt eine Unterstützung für andere Sprachen als Englisch. Immerhin funktioniert die systemweite Rechtschreibprüfung.
Besonders hervorzuheben ist der Support, selbst Anfragen per Mail wurden am Samstagnachmittag in kurzer Zeit beantwortet, außerdem gibt es ein Forum. Der Ton ist freundlich und entgegenkommend. Ach ja, das Programm kostet Geld, derzeit sind es $ 39,95. Das ist nicht wenig, aber wer eine schnelle, nicht überladene Textverarbeitung haben will, bekommt etwas Besonderes.

Was ich noch vergessen hatte: Den Hinweis auf Pagehand verdanke ich der Website von Scrivener, ein anderes, für Autoren geschriebenes Programm jenseits von Word. Bemerkenswert ist auch, dass der Programmierer offen auf Alternativen hinweist, wie eben auf Programme wie Pagehand, aber auch Alternativen zu Scrivener.

Suche

 

Aktuelle Beiträge

Zurück
Fast ich hätte ich diesen Blog vergessen. Er stammt...
KHSchneider - 17. Mai, 14:39
Dorf und Kleinbahn
Am 4. November fand in Wietze im Deutschen Erdölmuseum...
KHSchneider - 6. Nov, 11:36
Es passiert doch einiges
Hier ist es in den letzten Monaten sehr, sehr ruhig...
KHSchneider - 20. Mai, 20:10
Blog Befreiung 1945
Nach einiger Zeit der Ruhe beginnt hier vielleicht...
KHSchneider - 4. Mär, 17:01
Das "verschwundene" Jahrhundert
Mein Kollege Carl-Hans Hauptmeyer hat in der hannoverschen...
KHSchneider - 17. Sep, 18:13

Archiv

Juni 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 
 
 
 
 

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Web Counter-Modul


Berlin
Dorf
Geschichte
Hannover
Hochschule
Krieg
Medien
Migration
Minden 1759
Museen
Region
Ressourcen
Revolution 1848
Schaumburg
Software
Stadtplanung
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren