Montag, 5. Februar 2007

Heinrich Göbel und kein Ende

Über den Wert von wikipedia-Artikeln wird gern gestritten, hier soll keine weitere Auseinandersetzung darum stattfinden (siehe aber: Jan Hodel in hist.net). Ich kenne ebenfalls, etwa aus dem Bereich der Agrargeschichte, sehr problematische Artikel, deren sorgfältige Bearbeitung einige Zeit in Anspruch nehmen dürfte. Eine - wie ich finde - kleine "Sternstunde" dagegen bieten die Seiten um den angeblichen Erfinder der Glühlampe, Heinrich Göbel aus Springe. Nicht nur der entsprechenden Seite der wikipedia, sondern mehr noch auf der Diskussionsseite findet sich eine Debatte, in der zwar heftig gestritten wird, vor allem aber ein Autor äußerst sachkundig nicht nur sich mit den Quellen auseinander setzt. Der Artikel und mehr noch die Diskussion ist für mich auch deshalb interessant, weil er zeigt, wie sehr historische Beiträge eben nicht allein aus einer wissenschaftlichen Sicht betrachtet werden können. Die wissenschaftlicher Perspektive ist dringend notwendig, aber sie muss sich teilweise einer konkurrierenden Wahrnehmung stellen, die sich zuweilen hartnäckig weigert, neue Erkenntnisse zu akzeptieren.
Bleibt in diesem Fall zu hoffen, dass die Enttäuschten, nämlich solche, die meinten im Sinne einer "Aufklärung" sich für Göbel einsetzen zu müssen, anerkennen, dass die wissenschaftlichen Argumente stichhaltig sind.
Geschichte ist Debatte, das lehren wir unseren Studierenden immer wieder. Nun: hier ist die Debatte zu beobachten.

Sonntag, 4. Februar 2007

c't 4/2007

In der neuen c't gibt es mal wieder eine ausgefeilte Software-Kollektion, die gerade für das Studium viele nützliche Software enthält.
Allerdings sind auch ein paar Dinge zu bemängeln: Die Aussagen über die Zusammenarbeit zwischen citavi bzw. Bibliographix und OpenOffice sind nicht richtig (S. 141), denn temporäre Verweise werden auch in Word-Dokumente eingefügt; citavi wandelt derzeit odt-Dateien erst in rft-Dateien um, erstellt dann die endgültigen Verweise, was bei den nicht besonders guten rtf-Filtern von OO Formatierungsprobleme bringt. Bibliographix arbeitet dagegen mit OO zusammen, erlaubt aber nicht (wie bei Word) beim ersten Verweis einen Vollverweis anzulegen.
Schade, daß auch die c't-Versionen nicht wesentlich mehr bieten als die Online verfügbaren Versionen.
Vergessen wurde leider litlink, das zwar keine automatisch erstellten Literaturverzeichnisse ermöglicht, aber dennoch eine gute, und vollständige frei verfügbare Literaturverwaltung ermöglicht.

Und zur Textformatierung: Bitte nicht, wie auf S. 139 auf den beiden oberen Abbildungen zwischen Überschriftabsätzen leere Absätze einfügen, das sorgt dann wieder beim automatischen Umbruch für Probleme.

Montag, 29. Januar 2007

Willkommen

Digitale Regionalgeschichte - ein altes Projekt des Historischen Seminars, das inzwischen als Lernwerkstatt Geschichte firmiert.

Diese Seiten dienen als Ergänzung und Erweiterung, für Kommentare, Hinweise, Erläuterungen.

Viel Spaß beim Lesen.

KH Schneider

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